Hintergrund
Background
Um auch in Zukunft dem Ansturm der Künstler und Besucher gerecht zu werden, hat die LANXESS arena die Firma Companeer, Experten für Stadionbau und –Management, damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Ziel war es, die Arena qualitativ aufzuwerten, eine bessere Atmosphäre zu schaffen, eine flexiblere Bespielung zuzulassen sowie eine moderate Kapazitätserhöhung zu ermöglichen. Companeer hat innerhalb dieser Machbarkeitsstudie einen Maßnahmenkatalog erarbeitet und auf technische, wirtschaftliche, zeitliche und rechtliche Machbarkeit geprüft, sowie die Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden geführt. Bei der Prüfung der rechtlichen Machbarkeit trat folgende Herausforderung auf: trotz Neubewertung der Fluchtwege durch bauliche Änderungen den Bestandsschutz aufrecht zu erhalten.
Das Konzept von Companeer sah eine Verdichtung der Unterrangbestuhlung vor, wodurch die notwendige Verbreiterung der Stufengänge möglich wird, um für ausreichend Durchfluss bei der gestiegenen Besucherzahl zu sorgen. Durch die Verdichtung der Bestuhlung der oberhalb des Unterrangs gelegenen Premium Seats, sowie die Angleichung des dortigen Reihenprofils an den Steigungswinkel des Unterrangs, könnte in diesen Bereichen die angestrebte Kapazitätserhöhung umgesetzt werden.
Ziel der Simulation
Objective of the simulation
Um zu prüfen, ob auch mit veränderter Bestuhlung und einer einhergehenden erhöhten Besucherkapazität die Sicherheit gewährleistet werden kann, wurde accu:rate damit beauftragt, anhand einer Simulation nachzuweisen, dass die neu geschaffene Situation nicht zu einer Verschlechterung der IST-Situation führt.
Unsere Vorgehensweise
Our approach
- Vergleich der aktuellen Situation mit der geplanten Variante, um die Effekte der Umbaumaßnahmen erkennen und auswerten zu können
- Worst Case Betrachtung bzw. Stresstest der Arena
Ergebnisse
Results
Mit der Analyse eines Blocks im Unterrang konnte exemplarisch für alle so zu verändernden Blöcke nachgewiesen werden, dass sich die Räumungszeit des Blocks erheblich verbessert hat – trotz erhöhter Belegungszahl. Es konnte auf belegbare Art gezeigt werden, dass die gewünschten Effekte der Kapazitätserhöhung tatsächlich eintreten. Damit konnten die Bedenken der Behörde bezüglich des Brandschutzes genommen werden, was letztendlich zu einer positiven Stellungnahme zur Genehmigungsfähigkeit führte.

Die rechtliche Machbarkeit konnte also mithilfe unseres modernen Ingenieurwerkzeugs nachgewiesen werden. Wie man bei einem solchen leistungsorientierten Nachweisweg strukturiert vorgeht, können Sie auch hier nachlesen:
Nachweisführung mithilfe von Simulationen: Die bald erscheinende DIN-Norm 18009-2 zu Räumungssimulationen.
Abbildung 1: Die orange umrahmte Fläche stellt den Simulationsbereich und die zu betrachtenden Blöcke dar.