RESOLUT
Wie können Menschen auch dann kommunizieren, wenn herkömmliche Kommunikationsnetze ausfallen oder überlastet sind? RESOLUT entwickelt ein autarkes, selbstorganisierendes und dezentrales Kommunikationsnetz. Ortsbezogene Informationen sollen dabei anonym erfasst und unter anderem für das Management von Personenströmen genutzt werden.

Background
Resiliente Kommunikation – selbstorganisierend und dezentral
Ob bei Naturkatastrophen, Krisensituationen oder Großveranstaltungen: Wenn Kommunikationsnetze ausfallen oder durch eine hohe Anzahl an Nutzer:innen überlastet sind, können wichtige Informationen nicht mehr zuverlässig verbreitet werden. Gleichzeitig steigt gerade in solchen Situationen der Bedarf an aktuellen Informationen über die Lage vor Ort und die Bewegung von Menschen. RESOLUT setzt hier an und erforscht neue Möglichkeiten für ein Kommunikationsnetzwerk, das unabhängig von einzelnen Basisstationen funktioniert und sich selbstorganisierend an die jeweilige Situation anpasst. Dabei sollen Smartphones als Knoten eines dezentralen Netzwerks fungieren und Informationen direkt untereinander austauschen können.
Project goal
Ziel von RESOLUT ist die Entwicklung neuer Technologien für ein autarkes, selbstorganisierendes und dezentrales Kommunikationsnetz auf Basis etablierter 5G/6G-Technologien. Dabei soll die Kommunikation über Mobilfunk-Basisstationen durch direkte Verbindungen zwischen den Geräten ergänzt werden. Über diese sogenannten 5G/6G-Sidelinks sollen ortsbezogene Informationen dezentral und anonym erfasst und weitergegeben werden. So können beispielsweise Informationen über die Anzahl von Personen in einem Gebiet bereitgestellt, Notfallinformationen verbreitet und lokale Ausfälle der Kommunikationsinfrastruktur überbrückt werden. Die gewonnenen Informationen sollen auch für Smart-City-Anwendungen und das Management von Passagierströmen nutzbar sein.
Implementation
Im Rahmen des Projekts werden die technischen Möglichkeiten eines dezentralen Kommunikationsnetzes erforscht und anhand konkreter Anwendungsfälle erprobt. Eine zentrale Grundlage bilden dabei ortsbezogene und anonym aggregierte Informationen, beispielsweise zur Anzahl der Nutzer:innen in einem bestimmten Gebiet.
Mithilfe von Simulationen können unterschiedliche Szenarien und Bewegungsmuster untersucht und die Potenziale der dezentral erhobenen Informationen für das Management von Personenströmen bewertet werden.
Ein besonderer Anwendungsfall liegt dabei in Situationen, in denen klassische Kommunikationsinfrastrukturen an ihre Grenzen kommen, beispielsweise bei Großveranstaltungen mit hoher Personendichte oder bei Ausfällen einzelner Netzkomponenten.
Further information about the project can be found here: Webseite der Hochschule München

Fact sheet
Förderzeitraum: 02/2025 – 01/2028
Project partners
- accu:rate GmbH
- University of Applied Sciences, Munich
- PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC)
funded by StMWi