Der Hafengeburtstag Hamburg ist das größte Hafenfest der Welt. Seit 1977 findet das Volksfest alljährlich im Mai statt, inklusive Fahrgeschäften, kulinarischen Köstlichkeiten und kulturelle
Ausstellungen. In der Regel dauern die Festlichkeiten am und im Hafen drei Tage, und werden mit einer Einlaufparade eröffnet und mit der Auslaufparade geschlossen. Diese Paraden werden mit
dem Ein- bzw. Auslaufen der Schiffe begleitet, welche die jeweiligen Nationalhymnen oder die Hamburg-Hymne spielen.
Dieses beeindruckende und mitreißende Fest wird im Schnitt von einer Million Menschen und 300 Schiffen besucht. Zu den Highlights gehören neben den Paraden und dem Drachenbootrennen auf der Elbe auch musikalische Events auf verschiedenen Live-Bühnen an diversen anderen Orten in Hamburg.

Im Rahmen des Forschungsprojekts S²UCRE haben die Konsortiumspartner vom Fraunhofer IOSB, der Hochschule München, vom Team HF und accu:rate den Hafengeburtstag Hamburg begleitet.

 

Die Veranstalter haben bereits ein modernes und umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt, sind aber stets an neuen und innovativen Lösungen interessiert. Da passt das Forschungsvorhaben S²UCRE, welches vom BMBF im Programm Forschung für die Zivile Sicherheit gefördert
wird, perfekt. Ziel des deutsch-französischen Forschungsvorhabens ist die Erforschung neuer Rettungs- und Sicherheitstechnologien für Großveranstaltungen in komplexen, verteilten und unübersichtlichen Umgebungen. Hierbei sollen rechtlich konforme Monitoring-, Analyse- und Simulationstechnologien zusammen mit Rettungs- und Einsatzkräften sowie Endanwendern aus dem Sicherheitsbereich erforscht und exemplarisch implementiert werden.
Als assoziierte Partner aus Hamburg sind hierbei die Stadt Hamburg, die Feuerwehr Hamburg sowie die Wasserschutzpolizei Hamburg am Forschungsprojekt beteiligt. Bei den weiteren Testveranstaltungen unterstützen “Die Förderer” e.V.Polizei Baden-Württemberg sowie das Polizeipräsidium Stuttgart.

Der Hafengeburtstag Hamburg dient im Rahmen des Projekts als erster Testlauf in der Praxis. Mithilfe verschiedener Kameratechniken konnte die video-gestützte Erfassung und Analyse von Menschenmengen getestet werden. Zusätzlich wurden ausführliche Besucherbefragungen und -beobachtungen durchgeführt, um ein tieferes Verständnis für das Verhalten und die Navigation verschiedener Besuchergruppen zu erlangen und auszuwerten.

 

 

          

 

 

 

Bildrechte: Eduardo Monari