Projektseminar: Simulation eines Festzelts mit Virtual-Reality-Visualisierung

Unsere Partnerin Prof. Dr. Gerta Köster von der Hochschule München hat vergangenes Semester das Projektseminar Modellbildung und Simulation geleitet.

Die Studierenden sollten in kleinen Gruppen die Evakuierung eines Bierzeltes auf dem Münchner Oktoberfest simulieren und das Ergebnis mittels Virtual Reality darstellen.
Die Visualisierung baut auf accu:rate’s bisherigen Experimenten mit dem Google Cardboard auf, um den Betrachter in das Geschehen zu holen.
Der Clou dabei: Der kognitive Overhead wird minimiert, bei der Einschätzung der Simulation können Betrachter ihr Erfahrungswissen direkt anwenden.

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Die erste Version des Google Cardboards

Das Seminar wurde als Scrum-Projekt angelegt um ein besonders realitätsnahes Umfeld zu schaffen.
Die Studenten werden so sehr gut auf ihren zukünftigen Arbeitsalltag vorbereitet.
Florian Sesser übernahm in diesem Projekt die Rolle des Kunden und konnte einerseits die Aufgabenstellung beeinflussen, andererseits aber auch den Studenten bei Fragen zur Seite stehen.
Gemeinsam haben sie die Aufgabenstellung umgesetzt und sind zu äußerst realistischen Ergebnissen gelangt.

Das Team von acht Studenten hat zuerst die Simulationen eines Bierzelts im VADERE-Simulator von Prof. Köster durchgeführt und dann mit der 3D-Visualisierungssoftware von accu:rate umgesetzt und mit dem Google Cardboard sichtbar werden lassen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Einerseits ist ein 3D-Video der Entfluchtungssimulation entstanden und andererseits eine Android-Anwendung, die mit einem Google Cardboard genutzt werden kann.

Das ist aber noch nicht alles, es stehen sogar mehrere Versionen zur Verfügung, die sich durch die Position der Kamera unterscheiden:

1. Der Zuschauer befindet sich mitten in der Menge und kann selbst herumlaufen und alles erkunden.
2. Die Entfluchtung wird aus der Sicht eines Agenten erlebt. Der Zuschauer kann so das Geschehen hautnah miterleben.
3. Eine Kamerafahrt, die dem Zuschauer eine gute Übersicht ermöglicht. Man steht quasi über den Dingen und kann auf das Geschehen herunterschauen.

Die dritte Version steht auch als 360°-Video zur Verfügung.

Dieses kann man natürlich wie gewohnt am PC betrachten.
Spannender ist es jedoch mit einem Smartphone: Durch hin- und herschwenken des Gerätes verändert man den Blickwinkel.

So kann man in eine virtuelle Welt hineintauchen und fühlt sich fast wie auf der Wiesn.

Ein herzliches Dankeschön an das Team:

– Benjamin Adjei
– Benjamin Degenhart
– Christos Tsiliakis
– Daniel Seitz
– Josef Mark
– Matthias Laubinger
– Stefan Ronczka
– Tobias Hoefer