Die größte Multifunktionsarena Deutschlands

Die LANXESS arena in Köln ist mit bis zu 20.000 Plätzen auf 83.700 m² Nutzfläche seit 21 Jahren die größte und bestbesuchte Multifunktionsarena Deutschlands. Neben den Spielen der Heimmannschaft Kölner Haie (Eishockey) finden hier das ganze Jahr über verschiedenste Events statt: mit Konzerten, Entertainment Shows, Sportveranstaltungen oder Corporate Events gehört die LANXESS arena zu den meistbesuchten Arenen weltweit.

Um auch in Zukunft dem Ansturm der Künstler und Besucher gerecht zu werden, hat die LANXESS arena die Firma Companeer, Experten für Stadionbau und –Management, damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Ziel war es, die Arena qualitativ aufzuwerten, eine bessere Atmosphäre zu schaffen, eine flexiblere Bespielung zuzulassen sowie eine moderate Kapazitätserhöhung zu ermöglichen. Companeer hat innerhalb dieser Machbarkeitsstudie einen Maßnahmenkatalog erarbeitet und auf technische, wirtschaftliche, zeitliche und rechtliche Machbarkeit geprüft, sowie die Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden geführt. Bei der Prüfung der rechtlichen Machbarkeit trat folgende Herausforderung auf: trotz Neubewertung der Fluchtwege durch bauliche Änderungen den Bestandsschutz aufrecht zu erhalten.

 

Kann trotz erhöhter Besucherkapazität die Sicherheit gewährleistet werden?

Das Konzept von Companeer sah eine Verdichtung der Unterrangbestuhlung vor, wodurch die notwendige Verbreiterung der Stufengänge möglich wird, um für ausreichend Durchfluss bei der gestiegenen Besucherzahl zu sorgen. Durch die Verdichtung der Bestuhlung der oberhalb des Unterrangs gelegenen Premium Seats, sowie die Angleichung des dortigen Reihenprofils an den Steigungswinkel des Unterrangs, könnte in diesen Bereichen die angestrebte Kapazitätserhöhung umgesetzt werden.

Um zu prüfen, ob auch mit veränderter Bestuhlung und einer einhergehenden erhöhten Besucherkapazität die Sicherheit gewährleistet werden kann, wurde accu:rate damit beauftragt, anhand einer Simulation nachzuweisen, dass die neu geschaffene Situation nicht zu einer Verschlechterung der IST-Situation führt.

Mit der Simulation wurde die aktuelle Situation mit der geplanten Variante verglichen, um die Effekte der Umbaumaßnahmen erkennen und auswerten zu können. Die Parameter der beiden Szenarien wurden so gewählt, dass eine möglichst ungünstige Situation erzeugt wird, um eine Worst Case Betrachtung zu erhalten. Die Ergebnisse der Simulation entsprechen also nicht einer Normalsituation, sondern stellen vielmehr einen Stresstest dar.

Abbildung 1: Die orange umrahmte Fläche stellt den Simulationsbereich und die zu betrachtenden Blöcke dar.

Ergebnisse der Analyse

Mit der Analyse eines Blocks im Unterrang konnte exemplarisch für alle so zu verändernden Blöcke nachgewiesen werden, dass sich die Räumungszeit des Blocks erheblich verbessert hat – trotz erhöhter Belegungszahl. Es konnte auf belegbare Art gezeigt werden, dass die gewünschten Effekte der Kapazitätserhöhung tatsächlich eintreten. Damit konnten die Bedenken der Behörde bezüglich des Brandschutzes genommen werden, was letztendlich zu einer positiven Stellungnahme zur Genehmigungsfähigkeit führte.

Die rechtliche Machbarkeit konnte also mithilfe unseres modernen Ingenieurwerkzeugs nachgewiesen werden. Wie man bei einem solchen leistungsorientierten Nachweisweg strukturiert vorgeht, können Sie auch hier nachlesen:

Nachweisführung mithilfe von Simulationen: Die bald erscheinende DIN-Norm 18009-2 zu Räumungssimulationen.

 

Steckbrief

Kunde: Companeer GmbH
Aufgabe: Kapazitätsanalyse
Ergebnis: Kapazitätserhöhung auf Sicherheit für die Genehmigungsfähigkeit überprüft

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