5 Jahre ist die Gründung der damaligen accu:rate GbR her.

Hinter uns liegen spannende Phasen und tolle Projekte - aber wie war das genau? Wie ist es eigentlich eine eigene Firma zu haben?  Um das zu erfahren fragen wir diejenigen, die von Anfang an dabei waren: Unsere Gründer Florian Sesser und Dr. Angelika Kneidl...

Was geht momentan so bei accu:rate?

Was ist für dich aktuell die größte Herausforderung innerhalb der Branche und wie gehst du diese Herausforderung an?

Angelika: Ich glaube die größte Herausforderung ist, den Mehrwert von Simulationen greifbarer zu machen. Wir können leider nicht sagen „Wenn du simulierst sparst du sofort so und so viel Geld.“ Das Problem ist, dass fast niemand bereit ist in etwas zu investieren, wo nicht direkt ein Mehrwert entsteht.

Das Ersparte kommt erst später zum Tragen. Im Falle von Veranstaltungen tritt der Ernstfall hoffentlich nie ein.

Durch unser Marketing versuchen wir Sensibilität für das Thema und einen Markt zu schaffen, der momentan noch sehr klein ist. Ich bin der völligen Überzeugung, dass der Markt wächst und Simulationen zukünftig ein ganz normales Tool in der Bau- und Veranstaltungsbrache sein werden.

Florian: Die größte Herausforderung ist das fehlende Bewusstsein. Wir bieten eine Software bzw. Dienstleistung, die in der Planung von Gebäuden und Veranstaltungen sehr viel Wert schaffen kann. Das ist aber noch nicht vielen Leuten klar.

Als Bauherr würde ich ein geplantes Gebäude vor Baubeginn überprüfen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Besonders wenn ich mehrere Millionen Euro für ein Gebäude ausgebe und die Pläne für einige Tausend Euro testen kann.

Auch das Bewusstsein für Werkzeuge wie BIM zu schaffen ist wichtig. Ich bekomme in erster Linie eben nicht einen Plan in 3D und vielleicht ein hübsches Rendering - sondern Planungs- und Kostensicherheit. Das sollte jedem Bauherrn und Planer etwas wert sein.

 

Wie ist es eine eigene Firma zu haben?

Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten?

Florian: Was ich mache hat eine Wirkung. Ich finde es toll, die Flexibilität zu besitzen, Dinge auf die für mich beste Art zu lösen. Es gefällt mir, viele Möglichkeiten, einen großen Lösungsraum zu haben. Die Arbeit als Gründer ist abwechslungsreich.

Angelika: Ich liebe die Vielseitigkeit der Themen, die mein Job mit sich bringt – vom Köpfe zusammenstecken, um an unserem Simulator weiter zu forschen bis hin zu den täglichen Aufgaben, die eine Geschäftsführung so mit sich bringt. Ich lerne fast jeden Tag etwas Neues. Am schönsten ist es, Ideen verwirklichen zu können. Dabei unterstützt unser Team, das in den letzten Jahren stark gewachsen ist.

 

Stell Dir vor, Du gewinnst den Jackpot im Lotto. Was passiert mit accu:rate?

Florian: Dann können wir uns dieses teure Hobby noch viel besser leisten 😉 Früher haben Geli und ich immer Witze gemacht, dass wir ganz schön viel Zeit mit unserem „Hobby“ verbringen. Wenn ich nicht mehr arbeiten müsste, würde ich trotzdem noch kommen – vielleicht nicht genau so oft und lange. Meine Arbeit ist eine schöne Aufgabe, die ich auch weiter machen würde.

Angelika: Dann mach ich weiter- logo! Mein Job ist auch mein Hobby und bringt mir viel Freude! Die Software weiter zu entwickeln, zu forschen - ohne könnte ich nicht. Für alle ungeliebten Tätigkeiten würde ich jemanden einstellen. Aber vielleicht würde ich einfach kostenlos arbeiten, das Geld bräuchte ich ja nicht mehr. 😉