Jedes Jahr werden an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München die sogenannten „Oskars“ verliehen, um herausragende Leistungen auszuzeichnen.

Der Oskar erhielt seinen Namen nicht von seinem cineastischen Bruder, sondern von Oskar von Miller. Der Wissenschaftler war Namensgeber der größten Vorläuferinstitution der Hochschule München, dem Oskar-von-Miller-Polytechnikum, und hat sich dafür eingesetzt, Ergebnisse aus der Wissenschaft für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Diesem Vorbild folgend wird der Oskar in den Bereichen exzellente Studienabschlüsse, Lehre, Forschung und der Zusammenarbeit mit externen Partnern verliehen.

Unter den vielen Nominierten wurde dieses Jahr accu:rate für den Preis „Partner der Praxis“ von der Jury ausgewählt. Mit dem Oskar wird eine herausragende Partnerschaft zwischen der HM und einem externen Akteur ausgezeichnet. Gemeint sind „Partner der Praxis“ aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft bzw. Politik, die über traditionelle Engagements wie beispielsweise Werbung, Sponsoring oder Recruiting hinaus mit der Hochschule München zusammenarbeiten. „Der Begriff Partner der Praxis steht für Kooperation auf Augenhöhe und wechselseitigen Austausch“, fasste Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Stumpp in seiner Laudatio zusammen.

 

Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Stumpp 

 

 

„Es gibt wenige Fälle, in denen Forschungsergebnisse so direkt in der Praxis ankommen.“ 

– Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Stumpp 

 

 

 

 

In der Begründung der Jury bezeugte er die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer. Die Jury bescheinigt accu:rate eine Kooperation „mit viel Leidenschaft“. Stumpp weiter: „Es gibt wenige Fälle, in denen Forschungsergebnisse so direkt in der Praxis ankommen.“ Die Jury hat ihm nach besonders überzeugt, dass Lehre, Forschung und Transfer bei der Zusammenarbeit in besonderem Zusammenspiel wirken. So entstehen Lösungen, von denen die Gesellschaft profitiert. Beispiel: Fluchtpläne im Schloss Neuschwanstein basieren auf Algorithmen unserer Hochschule und sind von accu:rate optimiert“.

accu:rate ist seit der Gründung 2014 sehr stark mit der HM verbunden. Prof. Köster und Dr. Kneidl begannen ihre Zusammenarbeit bereits während Dr. Kneidls Promotionszeit. Frau Prof. Köster von der Fakultät für Informatik und Mathematik forscht seit vielen Jahren im Bereich der Personenstromsimulationen und stand Frau Dr. Kneidl nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern hat das Optimal Steps Model entwickelt, welches auch Grundlage von accu:rates Software crowd:it ist.

Seither besteht eine enge Partnerschaft zwischen beiden Organisationen. Sie kooperieren eng bei gemeinsamen Lehr- und Forschungstätigkeiten wie z.B. dem Forschungsprojekt S²UCRE. Besonders bei der Zusammenarbeit ist auch, dass konkrete Problemstellungen aus der Praxis zurück in die Lehre gespielt werden, wodurch die Güte der Simulationen von Seiten der Forschung wie auch der Praxis kontinuierlich verbessert wird. Und schließlich ist das gemeinsame Engagement in der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit hervorzuheben, um das Thema Personenstromsimulationen und dessen Anwendbarkeit sichtbar zu machen und vorantreiben.

Das ganze Team von accu:rate bedankt sich herzlich für diese besondere Auszeichnung! Wir freuen uns über die große Wertschätzung unserer bisherigen Zusammenarbeit und sind gespannt auf all die weiteren gemeinsamen Projekte, die in Zukunft noch kommen mögen!

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch hier.

 

Fotografin: Sandra Sommerkamp, Hochschule München